Was ist Ghostwriting und worauf kommt es an?

Beim Ghostwriting verfasst eine Person im Auftrag eines Anderen einen Text. Dabei überträgt der ursprüngliche Autor sämtliche Rechte, insbesondere die Urheberrechte, seines Textmaterials an den zahlenden Kunden. Er wird bei der Veröffentlichung nicht erwähnt. Als Autor wird ausschließlich der Auftraggeber genannt. Der Ghostwriter besitzt keine Rechte mehr an seinem geschaffenen Werk, siehe textundwissenschaft.de.

Welche Arten es von Ghostwriting gibt

Vielen Menschen fällt es schwer beim Niederschreiben von Texten die richtigen Worte zu finden. Insbesondere beim Verfassen von Projektarbeiten, Hausarbeiten, Bachelor- oder Masterarbeiten wird oftmals Hilfe benötigt. Das liegt nicht immer an fachlichen Defiziten. Zeitmangel, persönliche Schicksalsschläge oder auch schlichtweg große Schwierigkeiten bei der Ausarbeitung einer wissenschaftlichen Arbeit, lässt Studierende – wohlwissend, dass es nicht erlaubt ist – auf einen Ghostwriter zurückgreifen. Aber auch Politiker, Promis und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens lassen Ihre Reden, Biographien oder Romane gegen Bezahlung von anderen Leuten zu Papier bringen. Ob für Zeitschriften, Newsletter, Fachartikel, Blogs, Websites: Für alle Sparten werden Ghostwriter engagiert.

Wie reagiert der Markt auf die Nachfrage?

Inzwischen gibt es sehr viele Agenturen, welche Dienstleistungen zur kompletten Texterstellung anbieten. Dabei kann die Agentur nur als Vermittler zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer fungieren, oder aber auch selbst als Auftragnehmer die Arbeitskräfte ihrer qualifizierten Mitarbeiter zur Verfügung stellen. Eine gute Agentur holt möglichst viele Informationen vom Auftraggeber ein, um eine perfekte Arbeit abzuliefern. Telefonate, ein persönliches Treffen, und auch die Kommunikation per E-Mail sind wichtig, um den Auftrag absprachegemäß zu erfüllen. Schließlich zahlt der Kunde auch angemessen dafür. Der Aufbau einer Vertrauensbasis sollte dabei an oberster Stelle stehen. Diskretion, Verschwiegenheit und fristgerechte Fertigstellung zum vereinbarten Termin, nehmen dabei einen besonders hohen Stellenwert ein.

Ghostwriting vs. Plagiat

Von Ghostwriting darf nur dann gesprochen, wenn der verfasste Text einmalig ist. Der Autor hat seine eigenen persönlichen Gedanken niedergeschrieben. Zitate aus Büchern, Internetquellen oder Zeitungen müssen immer angegeben werden, sofern man diese in einem Text unterbringt. Ghostwriting an sich ist nicht illegal und in Deutschland zulässig. Allerdings ist das reine Abschreiben von Texten und Textpassagen anderer, bereits vorhandener Schriftstücke, nicht erlaubt und wird als Plagiat bezeichnet. Plagiate in wissenschaftlichen Abschlussarbeiten führen – auch nachträglich – zum Entzug des erworbenen Titels.

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